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Walroß (Odobenus rosmarus) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, 29. März 2006 um 16:08 Uhr
Die Heimat der Walrosse sind Treibeisschwärme im flachen Meer entlang der Küsten des nördlichen Eismeeres. Walrosse ziehen jahreszeitlich bedingt mit dem Treibeis, vermeiden jedoch die geschlossene Packeisdecke. Bei Island sind Walrosse extrem selten. Zuletzt wurde ein Vertreter dieser Art 2005 bei Hrafnabjörg auf Arnarfjörður im Nordwesten gesichtet. Knochenfunde von Walrossen in Island lassen jedoch darauf schließen, daß Walrosse sich hin und wieder in Island niedergelassen haben, vorzugsweise in Westisland.

Walrosse haben keine Ähnlichkeit mit anderen Robbenarten und stellen eine eigene Art dar. Sie werden riesig, mit dicker, hellbrauner und faltiger Haut, kurzen harten Haaren und gewaltigen Hauern (Eckzähnen). Die Hauer der Walrosse wachsen ihr ganzes Leben und können bei männlichen Tieren eine Länge von einem Meter und ein Gewicht von rund 6 Kilogramm erreichen. Walrosse setzen ihre Hauer zu sozialen Zwecken ein, beispielsweise um ihren Rang innerhalb der Herde anzuzeigen oder auch als Waffe, falls erforderlich.


Ausgewachsene männliche Walrosse können bis zu 3,5 Metern lang und bis zu 1,6 Tonnen schwer werden. Die Jungen weisen bei ihrer Geburt ein Gewicht von 60 Kilogramm auf und sind ungefähr 140 cm lang.
Die Nahrung des Walrosses besteht aus Weichtieren wie Muscheln und Krebsen. Einige Männchen fallen auch kleinere Robben an.

Es gibt zwei Walroßstämme, den atlantischen und den des Stillen Ozeans. Der atlantische lebt bei Ostgrönland, Spitzbergen, beim Franz Josephland, in der Barentsee und der Karasee, sowie bei Ostkanada und Westgrönland. Der Stamm im Stillen Ozean hält sich im Beringmeer, am Tschuktschenschelf und rund um die Wrangel-Insel auf.


Wegen seines Verhaltens und der abgelegenen Lebensbereiche des Walrosses fällt es extrem schwer, den Bestand einzuschätzen. Man geht jedoch von 30.000 Tieren des atlantischen Stammes aus, sowie etwa 200-250.000 Tiere im Stillen Ozean.


Zu früheren Zeiten wurden Walrosse im nördlichen Polarbereich stark bejagt. Im Jahr 1952 wurden sie unter Schutz gestellt, wobei Einheimische eine gewisse Anzahl von Tieren erlegen dürfen.

Bild: Jón Baldur Hlíðberg

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 04. November 2008 um 14:00 Uhr
 
 
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